DAS ARCHIV – Teil 2 – der hybride Übergang

… Es wird digital! Zunächst hybrid. Das bedeutet: analog fotografiert, dann gescannt und danach digital bearbeitet. Kurz darauf wird die Arbeit komplett digital. Ab jetzt verbringen wir die Zeit nach den Studioaufnahmen im Hellen – oder in dunklen Nächten vorm Monitor. Es gibt viel zu lernen und mehr Schlaf bekommen wir auch jetzt nicht. Die Arbeitsweise ist neu. Und sie erscheint häufig im Gewand eines Krankheitsbildes. Da jetzt vieles, wenn nicht gar alles geht, wissen wir nicht immer, wann wir aufhören sollen. Die Möglichkeiten sind zu verlockend und Quelle einiger wirklich fürchterlicher Bildergebnisse. Selbst sichere Gestalter mit geschultem Auge werden zeitweise von ihrem ästhetischen Empfinden gnadenlos im Stich gelassen.

Und der Bildbetrachter auch. Ebenfalls infiziert tappt er durch völlig neue und mitunter wüste Bilderwelten. Und er mischt sich zudem auch noch ein und sorgt für eine Verbreitung des Erregers, denn auch ihm stehen jetzt plötzlich viele Möglichkeiten offen. …

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